29.04.2020

 

Authentisch mit Alpenrose

Authentizität und zeitlose Gestaltung prägen das Interior Design des Ameron Hotel Hohen Schwangau, das von Landau + Kindelbacher entwickelt wurde. Das Motiv der Alpenrose zieht sich als roter Faden durch die Gestaltung – von eigens entwickelten Lichtelementen, Raumteilern bis zu Möbelgriffen und Accessoires.

Das 100 Jahre alte Gebäudeensemble um die Traditionshäuser Alpenrose, Jägerhaus und Schlosshotel Lisl wurde saniert und durch sorgsam gesetzte Neubauten zu einer Einheit ergänzt. Verbindendes Element ist die Verwendung von hochwertigen und natürlichen Materialien, wie Natursteinböden und Holzdielen in Verbindung mit Schwarzstahl, Leinen, Filz und Loden. Eine Farbpalette aus kräftigen Blautönen ergänzt regionale Materialien und fein eingesetzte Textilien.

www.landaukindelbacher.de

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Urbaner Rückzugsort

Das Sheraton Milan San Siro ist als urbaner Rückzugsort gedacht. Innenarchitektin Chiara Caberlon von Caberlon Caroppi Italian Touch Architects entwickelte ein Raum-nutzungskonzept, das Business und Freizeit miteinander verbindet. Dazu verfügt das Hotel neben der Lobby unter anderem über 21 Konferenz- und 80 Clubräume. Letztere haben exklusiven Zugang zur Club Lounge.

Die Grid-Optik des offenen Arbeitsbereichs integriert gemeinsam genutzte Flächen mit solchen, die allein genutzt werden können. Individuelle, handwerklich hergestellte Möbel im Stil der 1960er-Jahre neben auf die architektonischen Highlights von Mailand Bezug und greifen die Farben der lombardischen Hauptstadt auf.

www.caberloncaroppi.com

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Die alte Schule Chicagos erleben

Das Hotel Zachary in Chicago trägt seinen Namen zu Ehren eines der größten Designer des frühen 20. Jahrhunderts: Zachary Taylor Davis. Davis realisierte 1914 das "Wringley Field"- Baseballfeld, an dem das Hotel gelegen ist. Ziegelsteinwände, Holzbohlen, Chestersofas und Lederdetails schaffen eine angenehme Retro-Atmosphäre in dem Luxushotel, das dazu einlädt, die großen Momente der alten Schule Chicagos wieder zu erleben. Ein Highlight ist der "Ned Chair" von Bross. Bezogen mit muschelgrauem Leder oder in dunkel gefleckter Buchenoptik und sichtbaren Nähten ergänzt er die Ästhektik des Interior Designs von Stantec Architecture und Studio K Creative. Das Design stammt von Emilio Nanni und unterstreicht die Atmosphäre eines eleganten Sportclubs. Das charakteristische Finish der Beine kehrt auch bei Tischen, Sideboards und Bettrahmen wieder.

www.bross-italy.com

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Effekthaschende Details

Das 25hours Hotel Terminus Nord in Paris spiegelt das urbane Flair seines Viertels wider. Die Rezeption erinnert an einen französischen Kiosk, vor dem wie zufällig ein Vintage-Motorrad parkt. Das Interior Design zeigt provokante Wandmalereien mit asiatischen und afrikanischen Einflüssen. In der Lounge zieht ein Citroen Acadiane die Blicke auf sich. Entsprechend extravagant sind die Zimmer ausgestattet. Ein besonderes Detail sind die Armaturen der Kollektion "Axor Citterio E". Das Design steht für die Balance aus Rundem und Eckigem, Traditionellem und Modernem. Die Variante im 25h Hotel Terminus Nord ist in "Brushed Bronze" gehalten und fügt sich so in Spirit und Style des Interiors ein. Danke der kratzfesten, anhaltend glänzenden Oberfläche sind die Armaturen besonders langlebig. 

www.axor-design.de

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Skulpturale Wendeltreppe

Die gewendelte Skulpturtreppe ist ein Blickfang im 5-Sterne-Superior-Hotel "The Fontenay" in Hamburg. Die außergewöhnliche Architektur fasziniert nicht nur die Gäste: Drei kurvenreich miteinander verbundene Kreise bilden den Grundriss des Gebäudes. Im Zentrum der Kreise verbirgt sich ein grüner Patio, der die Natur ins Innere des Hauses holt. Entworfen hat das Gebäude das Hamburger Büro Störmer Murphy and Partners.

Im Interior Design stechen neben zahlreichen individuell gefertigten Möbeln die Stahlwangentreppe und das Glasgeländer von MetallArt in der "Fontenay Bar" ins Auge. Die einläufige Treppe fügt sich harmonisch in das behagliche Ambiente ein.

Mit einer Stärke von 15 cm stellen die beidseitig brüstungshohen Flachstahlwangen moderne Geländer dar, auf die der Hersteller einen rechteckigen Handlauf in Wenge aufsetzte. Eine besondere Herausforderung war dabei der steigend gebogene Handlauf.

Als Trittstufenkonstruktion kamen kombinierte Faltwerk- und Kastenstufen aus Stahl zum Einsatz. Der skulpturale Charakter entsteht durch die dreidimensional gebogene Stahluntersichtsverkleidung.

Das gleichmäßig gerundete, horizontale Glasgeländer in der Bar gibt den Blick auf das 27 m hohe Atrium frei. Es ist "Wohnzimmer" und Treffpunkt in einem.

Zur Minimierung des Grünstichs wurde für das Geländer Weißglas verwendet. Als Handlauf dient ein ca. 35 x 17 mm filigranes Edelstahl-U-Profil, das oberseitig auf die VSG-Scheiben aufgesteckt und verklebt ist.

Außerdem kamen ausschließlich blanke, scharfkantige Materialien sowie schlankere und transparentere Profile zum Einsatz. Da die Maße der Glasgeländer von den Bestimmungen der DIN 18008 abweichen, erstellte der Hersteller ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis. Die Prüfung ergab eine bessere Statik ohne sichtbare Materialstöße oder Überlappungen.

"Das Entwurfskonzept für das Hotel war der Kreis", resümierte Architekt Jan Störmer. "Da ist es nachvollziehbar, dass eine Verbindung zweier Geschosse über eine Wendeltreppe erfolgen muss, die zugleich eine skulpturale Figur von höchster handwerklicher Qualität haben musste."

www.metallart-treppen.de

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