30.01.2026

Designgeschichte erleben

Fotos: Smow

Smow bringt Designgeschichte nach Görlitz: Anlässlich des 115. Geburtstags des gebürtigen Görlitzers Herbert Hirche (1910–2002) eröffnet smow gemeinsam mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz eine besondere Sonderpräsentation. Bis zum 1. März 2026 können Besucher im Lichthof des Museums Hirches Möbel aktiv erleben: Platz nehmen auf dem "Niedrigen Sessel" (1953), durch das Bücherregal "DHS 10" (1954) stöbern oder den Barwagen "Far "(1956) entdecken. Die Kooperation mit Richard Lampert, der die Möbel als Neuauflagen produziert, macht es möglich: Designgeschichte wird greifbar – und das direkt vor Ort.

Lokale Identität trifft überregionale Bedeutung

In Kooperation mit Richard Lampert, der Hirches Möbel als Neuauflagen produziert, ermöglicht smow den Besuchern ein besonderes Erlebnis: Die Möbel können nicht nur betrachtet, sondern aktiv erlebt werden: Platz nehmen, die Form spüren und die Funktionalität erfahren. Viele Besucher zeigen sich überrascht und erstaunt zu entdecken, dass Hirche aus Görlitz stammt. Die Präsentation vermittelt so unmittelbar, warum seine Entwürfe bis heute als zeitlos und inspirierend gelten.

"Die Ausstellung zeigt, dass Görlitz einen bedeutenden Designer hervorgebracht hat und wie jemand aus unserer Region die Nachkriegsmoderne mitgeprägt hat", erklärt das Museumsteam. Die Sonderpräsentation ergänzt die Ausstellung "UmBrüche 1945. Schlesische Künstlerinnen und Künstler zwischen Erinnerung und Neubeginn" und verbindet lokale Geschichte mit überregionaler Designkultur. Besucher erleben, wie Hirches Werke aktuelle Gestaltungsideale prägen und gleichzeitig einen direkten Bezug zu ihrer Heimatstadt herstellen.

Mehr zum Schlesischen Museum zu Görlitz unter: www.schlesisches-museum.de

Vom Bauhaus in Dessau zurück nach Görlitz

Herbert Hirche begann seine Ausbildung in Görlitz, wechselte 1930 ans Bauhaus in Dessau und lernte bei Josef Albers, Wassily Kandinsky, Lilly Reich und Ludwig Hilberseimer. Schon damals zeichneten sich seine Möbel durch klare Linien, Funktionalität und soziale Orientierung aus.Trotz zahlreicher persönlicher und gesellschaftlicher Umbrüche blieb Hirche konsequent den Bauhaus-Idealen treu. Besonders während des Zweiten Weltkriegs und in der schwierigen Situation in Berlin, wo er zunehmend in den ideologischen Kulturkampf gegen formalistisch arbeitende Gestalter geriet, bewahrte er seine Haltung.

Nach 1945 wirkte er maßgeblich am Wiederaufbau Berlins mit und war Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Der Druck wurde schließlich so groß, dass er 1950 in den Westen übersiedelte – ein entscheidender Schritt für seinen weiteren Weg. In Westdeutschland gestaltete Hirche die Designmoderne als Hochschullehrer in Mannheim und Stuttgart und entwarf für verschiedene Hersteller.

Über Smow

Seit 2002 steht smow für Design, das erlebbar wird – online, im Raum und im täglichen Leben. Neben einem erfolgreichen Onlineshop betreibt smow 17 Einrichtungshäuser in ganz Deutschland sowie einen Standort in der Schweiz. Von der individuellen Beratung bis zur Planung und Umsetzung komplexer Einrichtungskonzepte begleitet smow Privatkunden, Unternehmen und Institutionen auf dem Weg zu inspirierenden Raumlösungen. Mit einem Gespür für gutes Design, einem Netzwerk starker Marken und dem Mut, neue Wege zu gehen, verbindet smow seit über zwei Jahrzehnten Möbelkultur mit Haltung.

www.smow.de

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