08.01.2021

Das Katzenauge

Katzenauge

Fotos: Piranjas HC

Edelstahl und schwarzes Leder: Das Katzenbett "Pluto" ist das erste Projekt von Philip Schilling, der gerade dabei ist, sich mit dem Design und der Produktion hochwertiger Accessoires für Haustiere, ein Geschäftsfeld zu erschließen. Mit seiner Crowdfunding-Kampagne gibt er auch einen ersten Einblick in die Produktionsbedingungen.

 "Pluto" ist ein robustes Katzenbett aus poliertem Edelstahl in zwei Varianten: stehend mit Sockel oder hängend mit Stahlkette.

In seiner Crowdfunding-Kampagne wirbt Philip Schilling mit "kompromissloser Qualität", denn als Material verwendet er für seinen Entwurf nicht etwa den gebräuchlichen Chrom-Nickel-Stahl "304", sondern die chirurgisch-sterile Legierung "316" mit 16 % Nickel, 10 % Chrom und 2 % Molybdän.

Der Effekt ist eine höhere Korrosionsbeständigkeit. Entwickelt wurde diese Legierung für Erzeugnisse, die auch rauen Bedingungen standhalten müssen – zum Beispiel in der chemischen Verarbeitung und Lagerung, in der Raffinerie- und Schiffsausrüstung oder als Medizinprodukt.

Doch auch hinsichtlich des Designs ist diese Legierung, die wertigere Variante. Sie weist eine geringere Körnung auf und wirkt damit noch glatter, glänzender und schmiegsamer.

Der Entwurf für "Pluto" entstand im Juli letzten Jahres, die Produktion des ersten Prototyps startete im Oktober. Für dessen Umsetzung begann Schilling eine Kooperation mit einem deutschen Unternehmen, das auf die Herstellung massiver Stahlkunst spezialisiert ist. Schilling drückt es so aus: "ein Hersteller, der mehr als 500 Projekte unter seinem Gürtel hat". Das Design hat sich Schilling schützen lassen.

"Der erste Prototy sieht toll aus", sagt er, "die Katzen lieben ihn. Aber ich bin noch nicht glücklich." Beispielsweise würde Schilling gern mit einer stärkeren Materialbreite arbeiten. Doch in Deutschland sei die Produktion auf diesem Niveau nicht bezahlbar. Deshalb habe er beschlossen, anderswo nach geeigneten Partnern zu suchen. Fündig wurde er in Asien, wo er sich auch gerade aufhält. Die Stahlkugeln würden in Asien gefertigt, die rindsledernen Lederkissen in Europa, erklärt er. Für beides habe er qualifizierte Manufakturen gefunden.

Finanzieren will er sein Produkt über Crowdfunding, denn auch er hat bereits einige Crowdfunds unterstützt. Als Investionsvolumen sind 59.000 Euro angesetzt. Knapp 30.000 Euro davon entfallen auf die Herstellung, so Schillings Aufstellung, der Rest auf Steuern und Gebühren, Betriebskosten und Logistik.

Um sein Crowdfunding herum hat er sich ein ansprechendes Marketing einfallen lassen. Allein die Fotokampagne auf flickr.com ist sehenswert. Darüberhinaus gibt es eine witzige E-Card-Kollektion und Fans und Unterstützer sind eingeladen, sich als Markenbotschafter zu engagieren. Präsent ist die Kampagne auf allen gängigen Social-Media-Kanälen.

Entwurfsskizze: Piranjas HC- Philip Schilling
Graphik: Piranjas HC - Philip Schilling

Einblick in die Produktgeschichte und Produktion des Prototyps gibt es unter www.crowdfund.news

www.piranjas.com | zum Crowdfunding

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