Stilwerk-Geschäftsführer Alexander Garbe.
Stilwerk-Geschäftsführer Alexander Garbe. Foto: Stilwerk

„Wir begeben uns auf neues Territorium“

Am 22. Mai wurde das fünfte Stilwerk Designcenter in Dortmund eröffnet. Wie bereits in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Wien vereint Stilwerk auch hier als Hotspot für internationales Design ein hochklassiges Markenangebot aus den Bereichen Einrichtung und Wohndesign: Möbel, Wohnaccessoires, Büro- und Objekteinrichtung, Geschenkartikel, Stoffe, Bodenbeläge, Küchen, Badeinrichtung, Unterhaltungselektronik, Leuchten, Haustechnik, Fotokunst und auch Mode. Aber nicht nur das neue Haus feierte Premiere. Unter dem Namen „Stilwerk stores“ bietet Stilwerk dort auf rund 2.500 qm erstmals unter eigener Regie renommierte, nationale und internationale Möbelmarken und tritt erstmals auch selbst als Händler auf.

IF: Herr Garbe, wie kam es zu der Entscheidung, vom reinen Vermieter auch zum Händler zu werden?

Alexander Garbe: Gute Frage, wir haben uns nie als reiner Vermieter gesehen, sondern eher als „Destination for  Design“, als ganzheitliches Konzept, das in seiner Gesamtheit funktioniert. Nur auf die Vermietung zu achten, wäre zu kurz gesprungen. Es ist einfach der nächste strategische Schritt in der Stilwerk-Entwicklung. Was natürlich dadurch begünstigt wurde, dass wir in Dortmund ein blankes Papier vorgefunden haben, was den Start deutlich einfacher gemacht hat.

IF: Was versprechen Sie sich von der Installation des „Stilwerk stores“?

Garbe: Dass wir dem Kunden und den Marken eine Struktur geben, in der sie sich gut und professionell aufgehoben fühlen. Ferner möchten wir neuen und interessierten Marken, die keine geeigneten Händler finden, die Möglichkeit geben, ein Zuhause im Stilwerk zu finden.

IF: Werden Sie eigene Stores auch in den anderen Stilwerken eröffnen?

Garbe: In Hamburg führen wir schon den Norman Copenhagen Shop, der Rest hängt davon ab, ob Marken Interesse haben. Ich gehe aber davon aus, dass, wenn wir neue Standorte angehen, dort sicherlich Stores betrieben werden, aber dann eher als Flag-Ships in Kooperation mit oder für Marken.

IF: Wie ist der „Stilwerk store“ personell organisiert?

Garbe: Wie sehen es so, dass wir immer einen operativen Partner mit im Boot haben, der für das Front-End, also den Betrieb des Stores, verantwortlich ist. Wir stellen lediglich das Backoffice und unsere Infrastruktur, das Marketing usw.

IF: Wie wurde die Auswahl der Hersteller getroffen?

Garbe: Wir haben eine Wishlist erstellt und sind diese dann angegangen. Viele finden die Idee sehr gut und begrüßen unsere Initiative. Es gibt aber auch Kritiker, das ist aber auch in Ordnung, da wir uns auf neues
Territorium begeben und uns jetzt am Markt behaupten müssen.

IF: Herr Garbe, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

www.stilwerk.de

Das Interview ist in der InteriorFashion-Ausgabe 3|2015 erschienen.

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