Die persönliche Eindrücke zur eigenen Heimatstadt wurden in der Ausstellung „Local Icons. Urban landscapes north/south“ thematisiert und mit Alcantara visualisiert. Fotos: Alcantara

Künstlerische Welttournee

Acht internationale Metropolen. Acht internationale Designer. Eine globale Reise von Norden nach Süden, die das Material Alcantara mit den Eindrücken des urbanen Lebens vereint. Das alles zeigt die neue und dritte Ausgabe der Ausstellung „Local Icons“, die das römische MAXXI Museum in Zusammenarbeit mit Alcantara zeigt. Organisiert von den Kuratoren Giulio Cappellini und Domitilla Dardi gewährte „Local Icons. Urban landscapes north/south“ vom 3. - 27. Februar Einblicke in die Designsprache von acht Designern und deren individuelle Auffassung ihrer Heimatstädte – interpretiert mit dem Material Alcantara. Im Jahr 2015 befasste sich die Ausstellung mit der Seele Roms, während die zweite Ausgabe 2016 Städte, Designer und Kulturen zwischen Ost und West gegenüberstellte. Die aktuelle Reise beginnt in Stockholm und Helsinki, führt weiter über Dakar, New York und Chicago nach Mexiko-Stadt, Rio de Janeiro und Santiago de Chile. Inspiriert von der Historie, Bauwerken, der Natur und Kultur zeichneten die Designer mithilfe des Materials Alcantara ihre ganz eigene Auffassung und ein sehr persönliches Bild dieser Metropolen. Fussball am Strand von Rio, die traditionellen, kunstvollen Gewänder aus Dakar, endlose Gebirgsketten in Chile und das besondere „Right to Roam“ in Helsinki. Diese höchst intimen, individuellen und künstlerischen Projekte sowie die dazugehörigen Designer stellen wir Ihnen hier vor.

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Form us with Love//Stockholm//Swedish Classics X Alcantara

Alltägliche und typisch schwedische Objekte formen dieses Stadtporträt des Design-Studios Form us with Love. Traditionelle Utensilien, die eng mit Freizeitaktivitäten und dem tägliche Leben der Stockholmer zusammenhängen, bekommen durch den Einsatz von Alcantara einen neuen Look. Während das Material die individuelle Ergonomie und den funktionellen Nutzen der Objekte unterstreicht, werden dabei die charakteristische Formgebung der oftmals antiken Entwürfe und Gegenstände nicht beeinträchtigt. Form us with Love lenkt bei der Installation somit den Fokus auf das Bild der Hauptstadt, das die Menschen mit ihren Gewohnheiten zeichnen.

Great things to people//Santiago de Chile//Geography of integration

Nach Aussage der Designer von Great things to people ist die geografische Lage von Santiago De Chile, in unmittelbarer Nähe zu den Anden, die stärkste Qualität der chilenischen Hauptstadt. Allerdings sorgt die starke Luftverschmutzung auch dafür, dass die Nachbarschaft zu dieser der Gebirgskette kaum wahrgenommen werden kann. Zu dieser schlechten Begleiterscheinung einer Hauptstadt führen die beachtlichen Unterschiede der sozialen Verhältnisse zu einer umstrittenen Karte, auf der reiche und arme „Zonen“ in unregelmäßigen Anordnungen wechseln. Die urbane Landschaft, die von verschiedenen Höhen dargestellt wird und sowohl als Sitzfläche wie auch als niedrige Tischgruppierung fungieren kann drückt diesen Gegensatz zwischen städtischer und ländlicher Umgebung aus.

Gustavo Martini//Rio de Janeiro//Altinha

Gustavo Martini thematisiert bei seinem Entwurf den Zauber von Rio's Stränden, die ein wesentlicher Bestandteil der urbanen Landschaft der brasilianischen Hauptstadt ausmachen. Der Stadtteil Ipanema verkörpert hierbei das Herz der Brasilianer, deren Lebensart und ihrem Sozial- und Gesellschaftsleben, das in enger Verbindung zu Meer und Strand steht. An den Stränden spielen die Brasilianer häufig das Spiel Altinha (engl.: keepie-uppie), bei dem ein Fussball solange wie möglich mit Pässen zwischen den Spielern in der Luft gehalten wird. Dieses Bild der fliegenden Fussbälle im bezaubernden Licht des Sonnenuntergangs hat Martini in seinem Entwurf festgehalten, denn für ihn drückt dieser unbeschwerte Moment den Geist von Rio besser aus als jedes Bauwerk.

Steven Haulenbeek//Chicago//City of the Big Shoulders

Inspiration für den Entwurf von Steven Haulenbeek bot das große Feuer, das Chicago im späten 19. Jahrhundert verwüstete. Der Legende nach wurde die zerstörerische Feuersbrunst von einer Kuh ausgelöst, die eine Öllampe umstieß. Allerdings machte die Rekonstruktion der Stadt Chicago zu einer modernen Metropole, die dank Louis Sullivan's berühmter Wolkenkratzer die erste war, die in die Höhe wuchs. Das moderne Stadtbild und die Kuh, die zunächst für wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt (85% der landesweiten Fleischzucht) und dann für das verheerende Unglück verantwortlich ist, verbindet Haulenbeek in seiner Installation.

Marc Thorpe//New York//Active/Passive

Die Stadt, die niemals schläft, sich ständig wandelt und immer in Bewegung ist, thematisiert Marc Thorpe in seinem Entwurf. Bezeichnend für die Effektivität und Schnelllebigkeit von New York ist auch die Stadtplanung, die in rechtwinkligen Blocks aufgebaut ist und nur durch ein Areal unterbrochen wird: der Central Park. Im Herzen von Manhattan sorgt diese grüne Oase für Ruhe und Stille in der sonst so lauten und schnellen Stadt. Marc Thorpe greift diesen Ruhepol der New Yorker in seiner Installation auf und zeigt mit dem Material Alcantara das Wechselspiel zwischen Aktivität und Passivität.

Liliana Ovalle//Mexico City//Underlay, overlay

Der Reiz von Mexiko Stadt setzt sich für Designerin Liliana Ovalle aus verschiedenen Elementen zusammen: die erdgeschichtlichen Zeitalter, die die Landschaft geformt haben, Architektur, die in verschiedenen Epochen entstand und sich immer wieder verändert und die Kunst der Einheimischen, die das Stadtbild prägt. So bildet auch ihr Entwurf die scheinbaren Gegensätze der Stadt ab und gilt als Hommage an die Kultur und Architektur von Mexiko Stadt. Die Ruinen der präkolumbischen Bauwerke und die Pracht des Templo Mayor kombiniert Ovalle mit den Mustern moderner Architektur. Bunte Schichten aus Alcantara, die mit präzisen Musterungen im Laser-Cutting-Verfahren versehen wurden, greifen eine Volkstradition auf, bei der perforierte Tücher und farbige Papiere die Straßen der Stadt während Festivitäten schmücken.

Birsel + Seck//Dakar//Yere Wolof

Laut Designer Bibi Seck, der gemeinsam mit Ayse Birsel das Studio Birsel + Seck leitet, ist Dakar eine sehr feminine Stadt. Die hohe Anerkennung von Frauen, deren wichtige Rolle in der Gesellschaft und ihre warme, feminine und mutige Seite charakterisieren die senegalesische Hauptstadt. Anhand einer Familie und deren traditioneller Kleidung zeichnet Bibi Seck das Bild dieser Gesellschaft. Die ursprünglichen Gewänder werden hier zu Leinwänden aus Alcantara, die sowohl antike, wie auch moderne Musterungen zeigen, abstrakte und figurative Elemente kombinieren und mit kräftigen Farben die Stadt Dakar abbilden.

Ilkka Suppanen//Helsinki//Right to Roam

Die enge Verbindung der Finnen zur Natur thematisiert Ilka Suppanen in seinem Entwurf „Right to Roam“. Dieser Titel steht für das Recht, das in Finnland herrscht und Bewohnern sowie Besuchern erlaubt die Natur und deren Schätze in einem gesunden Verhältnis zu genießen. Camping in freier Wildbahn, Angeln und das Sammeln von Pilzen und Beeren im Wald gehören für die Finnen also untrennbar zu ihrem Naturerlebnis. Besonders die Bewohner der Hauptstadt Helsinki nutzen jede freie Minute zur Erholung in der Natur. Dieses Erlebnis stellt Suppanen bei seiner surrealen Installation in den Vordergrund. Überdimensionale Tiere und Pflanzen visualisieren die enge Verbundenheit und den Wert der Natur – die reduzierte Farbgebung des Materials Alcantara in weiß lässt Raum für die eigene Fantasie.

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