Von links: Lisa Hassanzadeh, Peter Ippolito, Tamara Pallash, Martin Lesjak und Ushi Tamborriello. Fotos: Messe Frankfurt

Heimtextil 2018

Das Angebot für Architekten und Hoteleinrichter wird weiter ausgebaut. Internationaler Think Tank erarbeitet textile Schwerpunktthemen für das Objektgeschäft.

Die Heimtextil geht den nächsten Schritt in Richtung Top-Innovations- und Wissensplattform für textile Lösungen in der Architektur und Hoteleinrichtung. Mit der Unterstützung eines international besetzten Think Tanks baut die Weltleitmesse für Wohn- und Objekttextilien ihr Know-how für das Objektgeschäft konsequent weiter aus. „Die Heimtextil bietet eine unglaubliche Fülle an Produkten, Anregungen und Networking-Gelegenheiten für Architekten, Interior Designer und Hoteliers. Wir haben den Anspruch, diese noch deutlicher aus dem Gesamtportfolio der Heimtextil herauszuarbeiten und den aktuellen Anforderungen der Branche entsprechend aufzubereiten. Dafür haben wir uns mit internationalen Experten ausgetauscht und einige spannende Ideen entwickelt“, erklärt Sabine Scharrer Objektleiterin der Heimtextil.

Textil kann Räume schaffen“

Mitte April trafen sich fünf Vertreter international renommierter Architektur- und Interior Designbüros in Frankfurt am Main. Mit dabei waren Lisa Hassanzadeh (concrete architectural associates), Peter Ippolito (Ippolito Fleitz Group), Martin Lesjak (INNOCAD Architektur), Tamara Pallasch (Pallasch Interiordesign) und Ushi Tamborriello. Gemeinsam erarbeitete das Expertenteam aktuelle Themen der Branche und entwickelte Ideen, um Architekten und Inneneinrichter auf der Heimtextil noch bedarfsgerechter textile Lösungen und Know-how zu vermitteln. Die Leistungsfähigkeit und Anwendungsvielfalt von Textilien in der Architektur sowie der Objektausstattung herauszustellen und aufzuzeigen, bildet eines der Hauptanliegen des Think Tanks. „Textil wird häufig lediglich als dekorierendes Element eingesetzt. Dies jedoch zu Unrecht. Es kann Räume schaffen und Welten kreieren. Ich wünsche mir einen integralen Einsatz von Textil als raumbildendes Element“, sagt Lisa Hassanzadeh. Auch Peter Ippolito, Managing Partner Ippolito Fleitz Group betont: „Textilien in allen Facetten sind ein wesentlicher und identitätsstiftender Bestandteil unserer Baukultur. Die Heimtextil als wichtigster Branchentreffpunkt hat die Chance und Aufgabe über eine reine Produktpräsentation hinaus relevante Inspirationsquelle und Innovationstreiber zu sein, um textiles Einrichten immer wieder neu zu entdecken.“

Interior.Architecture.Hospitality

Die Heimtextil bündelt ihre Kompetenz für textile Einsatzgebiete in der Architektur, der Hoteleinrichtung und Objektausstattung unter dem Titel „Interior.Architecture.Hospitality“. Dazu zählen neben einem hochkarätigen Vortragsprogramm (Lectures Interior.Architecture.Hospitality) auch branchenspezifische Messeführungen (Tours Interior.Architecture.Hospitality), ein spezielles Ausstellerverzeichnis (Guide Interior.Architecture.Hospitality) sowie ein Treffpunkt zum Networken für Architekten, Interior Designer und Hoteleinrichter (Salon Interior.Architecture.Hospitality). Das selektierte Angebot bietet Architekten und Interior Designern gezielten Mehrwert. „Eine kuratierte Auswahl innovativer Gewebe oder Technologien erleichtert es dem professionellen Besucher, innerhalb des breiten Spektrums Orientierung und Inspiration zu finden“, bestätigt Ushi Tamborriello.

www.heimtextil.messefrankfurt.com

 

Für den Think Tank im Rahmen der Heimtextil kamen Architekten folgender Büros zusammen:

 

 

Lisa Hassanzadeh ist Partner und Head of Interior in dem niederländischen Büro concrete architectural associates, in dem ein Team aus 45 Architekten, Innenarchitekten und Designern arbeitet. Concrete sehen in dieser Interdisziplinarität ein besonders kreatives Potenzial. International bekannt gewordene Entwürfe für die „Laundry Industry“ in London oder das Gesamtkonzept für die Läden der Lounge-Restaurantkette „Supperclub“ geben ihnen Recht.

www.concreteamsterdam.nl

 

Peter Ippolito ist Mitgründer der Ippolito Fleitz Group, ein multidisziplinäres Studio für Gestaltung mit Sitz in Stuttgart, Shanghai und Berlin. Anspruch des Büros ist es, die komplexe Identität der Kunden in eine angemessene Gestaltung zu übersetzen. Identität ist für sie ein fließender Prozess, den sie in Architektur, Produktdesign und Kommunikation begleiten. Die Projekte des Studios wurden mit mehr als 250 nationalen und internationalen Preise ausgezeichnet.

www.ifgroup.org

 

Martin Lesjak ist Mitgründer von INNOCAD Architektur in Graz. Die vielseitigen Arbeiten in allen Feldern der Architektur und des Interior Designs entstehen im Teamwork mit internen und externen Partnern auf Basis einer pragmatischen und analytischen Herangehensweise. Die Arbeiten von INNOCAD wurden bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Architekturpreisen ausgezeichnet und weltweit publiziert.

www.innocad.at

 

Tamara Pallasch legt mit ihrem Berliner Büro Pallasch Interiordesign den Schwerpunkt auf individuelles Interiordesign im Hotel- und Gastronomiebereich sowie im hochwertigem privaten Innenausbau inklusive Möbeldesign. Die Basis für die Gestaltung eines Hotels ist der Ort. Diesen zu erkunden und herauszufinden, was ihn besonders macht, welche Kontexte aber auch welche neuen Wege beschritten werden müssen, damit ein zeitgemäßes Hotel entstehen kann, ist die große Herausforderung. Für ihre Hotelkonzepte gewann das Büro zahlreiche internationale Preise.

www.pallasch-interiordesign.com

 

Ushi Tamborriello arbeitet mit Ihrem Team vor allem an der Gestaltung eigenständiger Räume: identitätsstiftende Orte mit verdichteten Atmosphären, die den Bedürfnissen ihrer Nutzer Rechnung tragen. Gestaltungsansätze aus der bestehenden Substanz des Ortes zu entwickeln, sich als Spurensucher auf Entdeckungsreise zu begeben und Gefundenes und Erfundenes respektvoll zu vereinen, zieht sich als Motiv durch das gesamte Schaffen. Das Atelier in der Schweiz machte vor allem mit innovativen Hotels, Bädern und Wellness Anlagen auf sich aufmerksam.

www.ushitamborriello.com

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