Arbeitest Du noch oder wohnst Du schon?

Arbeitest Du noch oder wohnst Du schon?

 

 

„Beautifully functional” …

… lautete das Leitmotiv der Firma Profim während der Orgatec. In diesem Jahr wartete das Unternehmen mit sieben neuen Kollektionen auf. Darunter die Drehstühle „Viole“ (Foto), die vom deutschen Projektbüro ITO Design entworfen wurden. Die Modelle bestechen durch ihre elegante und durchdachte Form. Premiere feierten auch die feinen Sitze „Soft Seating“ sowie die kompakten Sessel „Chic“, „Chic Air“ und „Chic Tables“ für den Begegnungsbereich, die vom französischen Designer Christoph Pillet entworfen wurden. Die multifunktionalen Stühle „Com“ aus Sperrholz sind das neueste Projekt von Paul Brooks: fünf Basisarten und drei Schalenformen lassen dabei eine freie Konfiguration zu. Weiterhin wurden einige der vorhandenen Kollektionen in einer ganz neuen Version vorgestellt, in der die Möbelstücke durch neue Funktionalität aufwarten. „SoftBox“ von Paul Brooks wurden mit den akustischen Schirmen ausgestattet, welche eine Trennung des Begegnungsbereichs ermöglichen, was oft in den großen, multifunktionalen Räumen sehr hilfreich ist. Um den Komfort der Benutzer während der Meetings und Verhandlungen zu erhöhen, wurde die Kollektion „Wyspa“ (Design: ITO Design) durch einen Tisch und Wände ergänzt, an denen man den Bildschirm für die Anzeige der Präsentationen befestigen kann. Die neue helle Farbe der Kunststoff-Stühle „LightUp“ (Design: ITO Design), die durch das Pastellpolster komplettiert wird, sind die Antwort auf den Trend der Domestizierung von Innenräumen aus dem Arbeitsbereich. Somit wird die Arbeit noch angenehmer. Foto: Profim

www.profim.pl

Radikal neu Denken

Arbeitsplatzorganisation und Möblierung müssen im „Office 21“ radikal neu gedacht werden. Starre Strukturen werden verschwinden. Dessen sind sich Helmut und Joachim Link, geschäftsführende Gesellschafter von Interstuhl, sicher: „Es geht darum, einen richtiggehenden Haltungswechsel im Büro voranzutreiben, der sich sowohl in den Köpfen, als auch in den Stühlen selbst manifestiert.“ An diesem Ziel arbeitet Interstuhl intensiv, beobachtet Veränderungen in der Gesellschaft ebenso wie angesagte Trends und bezieht in transdisziplinären Arbeitsteams Designer, Forscher, Universitäten, Institutionen und deren wissenschaftliche Erkenntnisse in seine Produktentwicklungen mit ein. Auf diese Weise entstehen immer neue Produkte, die sich auf Körper und Seele positiv auswirken und den Anforderungen der „New Work“ adäquat begegnen. Bestes Beispiel dafür ist „TeamUP“, ein Gemeinschaftsprojekt von BASF, ITO Design und Interstuhl. Der innovative „Concept Chair“ wurde vorrangig als Designstudie von BASF initiiert, um die vorteilhafte Anwendung von Performance-Materialien zu demonstrieren. Sie ist aber kein reines Gedankenexperiment, sondern verfolgt ein marktfähiges Produktkonzept mit der Option einer späteren Serienfertigung.
„TeamUP“ ist ein Adhoc-Mikroarbeitsplatz, der Eigenschaften ganz unterschiedlicher Produkte in sich vereint. So verbindet er den Komfort eines bequemen Sessels mit der Mobilität von Funktionsstühlen und den Raumbildungsmöglichkeiten variabler Stellwände. Spontan können Sitzgruppen in variabler Größe gebildet oder aufgelöst werden. Ein abnehmbares, horizontal schwenkbares Tablar, bietet bei Bedarf Schreib- und Ablagefläche und ermöglicht Arbeitssituationen, die nicht an Tische gebunden sind. Während für konzentrierte Einzelarbeit Privatheit und ein gewisses Maß an visueller wie akustischer Abschirmung notwendig ist, erfordern kommunikative Situationen Offenheit und direkten Blickkontakt. „TeamUP“ bietet beides, denn seine variable Abschirmung lässt sich durch das Wegklappen der seitlichen Flügel mit einem Handgriff öffnen oder schließen. Darüber hinaus lassen sich die Flügel in halb geöffneter Stellung magnetisch verketten, so dass nach außen abgeschlossene, intime Gesprächsinseln entstehen. Abbildung: Interstuhl

www.interstuhl.de
www.basf.de
www.ito-design.com

20 Jahre bewegtes Sitzen

2016 feiert Aeris sein 20-jähriges Firmenjubiläum und blickt dabei auf eine erfolgreiche Firmengeschichte zurück. Geleitet von der Philosophie „Leben in Bewegung“ wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Aktiv-Sitze „Swopper“ „3Dee“, „Muvman“ „Swoppster“ und „Oyo“ entwickelt. Diese ermöglichen natürliche Bewegungen beim Sitzen als Grundlage für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. „Vor mehr als 20 Jahren ließ mich die Idee nicht mehr los, einen flexiblen Stuhl zu entwickeln, der langes, starres Sitzen im Büro vermeidet und somit leidige Rückenschmerzen bekämpft. Ich ahnte, dass ein beweglicher Stuhl die Lösung für die Volkskrankheit Nr. 1 sein könnte. Denn der Körper des Menschen ist für ein Leben in Bewegung geschaffen“, erklärt Aeris-Gründer Josef Glöckl (Foto). Heute ist die Aeris GmbH im Bereich der 3D-Aktiv-Stühle Marktführer in Europa und vertreibt ihre Produkte weltweit in 39 Ländern, rangiert in der Top 100-Liste der innovativsten Firmen im deutschen Mittelstand und hat ca. 500.000 Sitzmöbel an den Fachhandel ausgeliefert. Und auch zukünftig will Aeris seine Philosophie vom „Leben in Bewegung“ vorantreiben. Der Ausbau des Produktportfolios und des Produktionsstandortes in Horgau bei Augsburg sowie die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens sind entsprechende Wachstumstreiber. Foto: Aeris

www.aeris.de

Auf das Wesentliche reduziert

Nach der konsequenten Weiterentwicklung der erfolgreichen Stuhlkollektion, zeigte Flötotto auf der Orgatec gleich drei ergänzende Tischkonzepte, Design by Konstantin Grcic. „Es war uns wichtig, die Tische auf das Wesentliche zu reduzieren. Auch am Arbeitsplatz haben die Menschen vermehrt das Bedürfnis nach formschönen, technisch unaufgeregten Tischen“, so Geschäftsführer Frederik Flötotto. Mit dem neuen Besprechungstisch sowie dem Hightable präsentierte Flötotto eine sympathische Lösung für den Officebereich. Das einfache, clevere System mit Zarge und Eckverbindung ermöglicht es, auftragsbezogen fast jedes erdenkliche Maß zu fertigen. Der „Pro Meeting Table“ wirkt mit seinen leicht ausgestellten Beinen wohnlich und eignet sich für individuelle, freundliche Bürolösungen – oder sogar als Esstisch im privaten Bereich. Der „Pro High Table“ (Foto), der nach dem identischen Konstruktionsprinzip funktioniert, lädt zu spontanen Besprechungen im Stehen ein und bringt Bewegung in den Arbeitsalltag. „Unser Ziel war es, kein klassisches Tisch-Programm für den Officebereich zu entwickeln. Wir wollten der „Pro“-Idee treu bleiben und ein Tischsystem präsentieren, das nicht alles vorgibt, sondern offen für seine Nutzer bleibt“, so Konstantin Grcic. Und Frederik Flötotto ergänzt: „Der ,Pro High Table' folgt dem ergonomischen Grundgedanken von ,Pro'. Im Stehen arbeiten, sprechen und telefonieren ist angenehm und unterstützt proaktiv die Kommunikation.“ Foto: Flötotto

www.floetotto.de

Einfach, aber stimmig

Gleich vier Neuheiten präsentierte Ongo zur Messe. Darunter „Ongo Meet & Swing“ (Foto), ein hoher, schlanker Tisch und vier Stehhilfen, deren Sitzfläche sich wie eine Hängematte über eine filigran detaillierte Gabel spannt. Ausgezeichnet wurde das flexible Möblierungskonzept mit dem „Innovationspreis Architektur + Office“, der von den Architektur-Fachzeitschriften AIT und XIA Intelligente Architektur verliehen wird. Die Begründung der Jury: „,Ongo Meet & Swing‘ bietet auf eine neue, spielerische Weise einen bemerkenswerten Beitrag zu aktuellen Themen im Büroalltag, wir informelle Kommunikation, Well-Being, Flexibilität und Mobilität. Es überzeugt durch sein einfaches, aber stimmiges Design und unterstützt eine neue Formen des Miteinanders und der Begegnung.“ Erhältlich ist Ongo „Meet & Swing“ ab März 2017. Foto: Ongo

www.ongo.eu

Individuell „abgeschirmt“

Unter dem Motto „the calm office“ präsentierte der Stadtlohner Textilspezialist Pongs auf der Orgatec seine Neuheiten im Bereich Akustiklösungen. Darunter auch Wand- und Deckenbespannungen, die ideal für die akustisch wirksame Gestaltung von Großraumbüros, Konferenzräume oder offene Zonen geeignet sind. Hierfür zeigte Pongs das Produkt „Descor“ (Foto), ein gewirktes Akustiktextil mit der Schallabsorbtionsklasse A, das sich durch eine besonders glatte Oberfläche auszeichnet. Einfach zu verlegende, textile Spannflächen lassen sich bei Bedarf leicht austauschen und bieten Innenarchitekten somit höchste Flexibilität. Auch feinste Farbverläufe lassen sich mit den neuen, digital bedruckbaren und akustisch wirksamen Wand- und Deckenbespannungen „Descor“ realisieren. Foto: Pongs

www.pongs.com

Neue Klassiker

1993 gründete Richard Lampert sein Unternehmen mit dem Ziel, handwerklich und gestalterisch hochwertige Möbel industriell zu fertigen. Heute bilden neben Designklassikern von Egon Eiermann und Herbert Hirche Entwürfe von jungen, renommierten Designern wie Arik Levy, Bertjan Pot oder Monica Förster die Richard Lampert-Kollektion. Zur Orgatec wurde die erste Kollaboration mit dem vielfach ausgezeichneten Jungdesigner Daniel Kern präsentiert. Das neue, modulare Möbel „Pip“ (Foto) besteht aus Gipsfaserplatten, die der Brandschutznorm A2-s1 entsprechen und damit eine absolute Neuheit im Bereich der nicht brennbaren Sitzmöbel darstellen. Besonders geeignet für den Einsatz in Fluchtwegen großer Gebäude wie Schulen, Universitäten, Bibliotheken und Behörden bietet „Pip“ eine Alternative zu den klassischen Metallmöbeln. Der Entwurf basiert auf der spielerischen Idee, dass sich Wangen, Sitzflächen und Rückenlehnen in endloser Reihung zusammenstecken und mit schwer entflammbaren Polsterteilen kombinieren lassen. So entstehen Ein-, Zwei- und Dreisitzer sowie Bänke in unzähligen Anordnungen – mit oder ohne Rückenlehnen. „Pip“ ist mit furnierter, beschichteter, farbig lackierter oder bedruckte Oberfläche lieferbar. Foto: Peter Schumacher

www.richard-lampert.de

Die Natur als Vorbild

König + Neurath gilt mit seinem umfassenden Produktportfolio und Lösungen in den Bereichen Raumsysteme und Büro-Software als Komplettanbieter. Diesen ganzheitlichen Ansatz spiegelte auch der Auftritt des Unternehmens auf der Orgatec wider. Neben technisch überzeugenden Büromöbeln wie einem stufenlosen, via Sensor verstellbaren Konferenztisch, standen auch neue Programme für den individuellen Arbeitsplatz im Fokus. Zudem präsentierte König + Neurath die Studie „Balance.Office“ (Foto), bei der die Natur Pate stand. Materialien wie Holzfurnier und Leder bilden im Zusammenspiel mit akustisch wirksamen, flexiblen Abschirmungen in Blätterform eine Referenz an den Wald. Wohlfühlen am Arbeitsplatz steht dabei im Fokus, was durch ergonomisch optimierte Möbel und individuell anpassbare Lichtsituationen verstärkt wird. Foto: König + Neurath

www.koenig-neurath.de

Kreativität und Komfort

Zur Orgatec präsentierte sich die norditalienischen Möbelmanufaktur Pedrali mit einem Standkonzept des Mailänder Architektur- und Design-Büros Calvi Brambilla. Im Mittelpunkt stand dabei die heutige Arbeitswelt, die mithilfe von kleineren Settings und surrealen Elementen dargestellt wurde. So zeichneten beispielsweise ein Tagungsraum, ein Konferenzraum oder Wartebereiche (Foto) Bilder vom gegenwärtigen Büroalltag. Innerhalb dieser Szenerien feierten zwei Neuheiten Premiere in Köln: „Snooze“, entworfen von Marcello Ziliani, ist das erste schallabsorbierende Paneel des Unternehmens. Daneben glänzte der gepolsterte Sessel „Vic“ des französischen Designers Patrick Norguet in einer neuen Version mit Stahlbeinen. Foto: Pedrali

www.pedrali.it

Neue Arbeitswelten

Mit einem völlig neuen Konzept und zahlreichen Produktideen präsentierte sich das belgische Unternehmen Buzzi Space auf der Orgatec. Neben Vorschlägen in puncto Akustik, Beleuchtung und Mobiliar für ein flexibles Arbeitsumfeld, zeigte ein zweiter Bereich Entwürfe für gehobene Konferenz- und Meetingräume sowie Konzepte für Hotel und Gastronomie. Als Eyecatcher auf dem Stand der Belgier galt allerdings die außergewöhnliche Idee „BuzziJungle“ (Foto) des jungen Designers Jonas van Put. Ein Gerüst aus knallgelben Metallstäben in Kombination mit verschiedenen (Einbau-)Elementen ermöglicht verschiedene Sitzhöhen, Liegepositionen oder Arbeitsplätze. Die flexible Anordnung der Elemente lädt ein zur spontanen Interaktion und steht für eine völlig neue Interpretation des Büros. Foto: Buzzi Space

www.buzzi.space

Zeitlose Klassiker

Im Jahr 1945 von den Brüdern Yngve und Jerker Ekström sowie Sven Bertil Sjöqvist gegründet, steht das Unternehmen Swedese bis heute für klassisches, schwedisches Design, das traditionelles Handwerk mit zeitloser Gestaltung verbindet. Daher verwundert es nicht, dass der Swedese-Klassiker „Lamino Armchair“ – ein Entwurf Yngve Ekström's aus dem Jahr 1956 – bis heute das meistverkaufte Produkt des Unternehmens ist. Zum Jubiläum des Klassikers zeigte Swedese während der Orgatec die neuen Interprationen von „Lamino Armchair“ (Foto). Eine elegante Variante kombiniert ein Gestell aus schwarz lasiertem Eschenholz mit schwarzem Leder während das „klassische“ bzw. „natürliche“ Modell geöltes Eichenholz mit pflanzlich gegerbtem Leder verbindet. Foto: Swedese

www.swedese.se

Landhaus in neuer Dimension

Die Stuhlfabrik Schnieder hat bereits zu den Frühjahrsmessen einige Innovationen gezeigt. Zum einen erhielten bestehende Modelle ein Faclifting und zum anderen ergänzten neue Entwicklungen das Portfolio des Unternehmens. Darunter auch der Hocker „10246. Hier zeigt sich der Erfolg des reduzierten Landhaus-Designs in ganz neuer Dimension. Eine extra breite Bugholz-Rückenlehne gesellt sich zu den bleistiftartig wirkenden Stäben in Fächerform und Beinen, die sich nach unten verdicken, statt wie gewohnt, zu verjüngen. Das optionale Flachpolster greift die Sitzkonstruktion auf. Sicherlich ein Hocker, der polarisiert. Foto: Schnieder Stuhlfabrik

www.schnieder.com

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